Grundbegriffe des Modells

Worum es hier geht

Hier werden die Begriffe geklärt,
auf denen das Modell beruht.

Die Übersicht zeigt den ersten Zusammenhang.
Diese Seite führt tiefer
in die tragenden Bausteine des Modells.

Es geht um die Frage,
womit ein Mensch ins Leben tritt,
wie seine Einzigartigkeit zu verstehen ist
und wie daraus
eine eigene innere Ordnung entsteht.

Darum stehen hier vier Grundbegriffe:

das Grundpotential
der genetische Fingerabdruck
der psychische Fingerabdruck
das Apperzeptionsschema

Diese Begriffe sollen das Modell
nicht komplizierter machen.
Sie sollen es präziser lesbar machen.

1. Das Grundpotential

Das Grundpotential
ist die innere Mitgift,
mit der ein Mensch ins Leben tritt.

Der Begriff meint nicht nur
die genetische Ausstattung.
Er meint die anfängliche Ausgangslage
des neuen Menschen:

seine Anlage,
seine Entwicklungsfähigkeit,
seine innere Organisation
und seine angelegte Richtung.

Das Grundpotential
ist kein fertiges Schicksal.
Aber es ist auch keine Leere.

Es ist der Anfang,
aus dem ein Mensch hervorgeht.

Darum beginnt der Mensch
nicht bei null.

2. Der genetische Fingerabdruck

Mit der Entstehung eines neuen Menschen
entsteht auch sein Genom.

Damit ist die biologische Einzigartigkeit gemeint,
die ihn als Individuum kennzeichnet.

Der genetische Fingerabdruck
steht für diese Unverwechselbarkeit
auf der Ebene der Anlage.

Er gehört zur Wurzel des Menschen.

Er ist nicht alles.
Aber ohne ihn
ist Wesentliches nicht zu verstehen.

Denn jeder Mensch
kommt nicht nur als Mensch überhaupt zur Welt,
sondern als dieser eine Mensch.

3. Der psychische Fingerabdruck

Der psychische Fingerabdruck
bezeichnet die seelische Einzigartigkeit
eines Menschen.

Er entsteht nicht auf einmal,
sondern über Stufen.

Anlage,
frühe Entwicklung,
Nervensystem,
Bindung,
Erfahrung,
Prägung
und Lebensgeschichte
wirken dabei zusammen.

So bildet sich im Lauf der Zeit
eine eigene seelische Handschrift heraus:

eine typische Weise zu empfinden,
wahrzunehmen,
zu reagieren,
zu hoffen,
sich zu schützen,
zu lieben
und zu leiden.

Der psychische Fingerabdruck
ist darum nicht bloß Charakter
und nicht bloß Biografie.

Er ist die gewachsene seelische Eigenart
eines Menschen.

4. Das Apperzeptionsschema

Mit dem Apperzeptionsschema
ist die Weise gemeint,
in der ein Mensch die Welt
und sich selbst wahrnimmt,
ordnet
und deutet.

Es ist der innere Filter,
durch den Erfahrung gelesen wird.

Kein Mensch nimmt Wirklichkeit
ganz nackt und unmittelbar wahr.

Jeder Mensch nimmt sie
durch eine innere Ordnung wahr,
die aus Anlage, Erfahrung, Prägung
und bisherigem Leben entstanden ist.

Dieses Schema kann hilfreich sein.
Es kann Orientierung geben.
Es kann den Menschen schützen.

Es kann aber auch eng werden.

Dann verzerrt es Wahrnehmung,
vermengt Innen und Außen
oder hält alte Ordnungen fest,
die nicht mehr tragen.

Darum ist die Arbeit am Apperzeptionsschema
für das Modell so wichtig.

Denn Heilung beginnt oft dort,
wo ein Mensch wieder feiner unterscheiden lernt,
was wirklich ist,
was er hinzufügt
und was aus alten Erfahrungen
noch immer in seine Gegenwart hineinwirkt.

Wie diese Begriffe zusammenhängen

Diese vier Begriffe
stehen nicht lose nebeneinander.

Sie beschreiben eine innere Folge.

Das Grundpotential
bezeichnet die ursprüngliche Mitgift.

Der genetische Fingerabdruck
steht für die biologische Einzigartigkeit.

Der psychische Fingerabdruck
beschreibt die gewachsene seelische Eigenart.

Das Apperzeptionsschema
zeigt, wie diese Geschichte
in die laufende Wahrnehmung
und Lebensdeutung hineinwirkt.

So wird verständlich,
wie aus Anlage und Entwicklung
eine unverwechselbare innere Ordnung entsteht.

Kurz gesagt

Die Grundlagen des Modells zeigen,
dass jeder Mensch
mit einer eigenen Mitgift beginnt,
eine eigene Prägung ausbildet
und die Welt
durch eine gewachsene innere Ordnung wahrnimmt.

So wird die Einzigartigkeit des Menschen
nicht romantisch behauptet,
sondern begrifflich lesbar.

Dr Pete – Schule des Lebens

Wo Verstehen Leben wird